Industrie

Innerhalb von Fabriken ist es oft schwierig, Distanz zwischen den Arbeitern zu schaffen, und es gibt zu wenig Schutzausrüstung, so dass das Kontaminationsrisiko bestehen bleibt. Bei der Herstellung von Schutzausrüstung wird über mehr Verstöße gegen die Arbeitsbedingungen berichtet. Wenn Fabriken geschlossen werden, werden die Arbeiterinnen und Arbeiter oft nicht weiter bezahlt.

  • 1. Mai 2020 - Mehrere Regierungen bestellen in der COVID-19-Krise medizinische Handschuhe bei Herstellern in Malaysia, die im vergangenen Jahr der Zwangsarbeit und der schlechten Arbeitsbedingungen beschuldigt wurden: Berichten zufolge wurden die Beschäftigten gezwungen, an 30 aufeinander folgenden Tagen 12 Stunden ohne Ruhepausen zu arbeiten.
  • 28. April 2020 - In Kolumbien hat ein Hersteller die "höhere Gewalt" des COVID-19 zum Anlass genommen, Menschen zu entlassen, obwohl der Hersteller nicht in finanzieller Notlage ist.  
  • 21. April 2020 - In einer Zellstofffabrik in Chile, in der das Rohmaterial für Papier und Karton hergestellt wird, werden keine geeigneten Maßnahmen ergriffen, um die Beschäftigten vor der Verbreitung von COVID-19 zu schützen. So gibt es z.B. immer noch zu wenig Abstand zwischen den Arbeitnehmern und sie haben keinen Zugang zu Schutzausrüstung.
  • 30. März 2020 - Italienische Fabrikarbeiter, die noch immer in den Schlüsselsektoren des Landes arbeiten, geben an, dass viele Arbeitsplätze keinen angemessenen Schutz vor der Verbreitung von COVID-19 bieten. So gibt es beispielsweise zu wenig Platz, um Abstand zu halten, und es gibt kein Desinfektionsgel.  
  • 21. März 2020 - Die philippinischen Fabriken schließen aufgrund von Materialmangel. Dazu gehören Fabriken zur Herstellung von Zement, Autoteilen und Elektronik. Die Fabrikarbeiter sind gezwungen, nach Hause zu gehen, ohne bezahlt zu werden. Dies führt zu Unruhen.