Checkliste: Einfluss auf die Lieferkette

  1. Wie können Sie die Risiken in Ihrer Lieferkette angehen?

    Möglicherweise sind Sie sich der CSR-Risiken in Ihrer Lieferkette bewusst.

    Verwenden Sie ggf. den CSR Risiko-Check, um mehr über diese Risiken zu erfahren.

    Die Beantwortung der Fragen in der folgenden Checkliste hilft Ihnen, die CSR-Performance Ihrer Lieferanten zu beeinflussen. Sie können mehr tun als Sie vielleicht erwarten!

    Alle Fragen und vorgeschlagenen Maßnahmen in dieser Checkliste basieren auf dem Bericht The corporate responsibility to respect Human Rights in Supply Chains (Ruggie Framework)
  2. Wo tritt das Risiko in der Lieferkette auf?

    Mit Ihrem direkten Lieferanten oder weiter unten in der Kette?

  3. Können Sie die Aktivitäten Ihres direkten Lieferanten beeinflussen?

    Wann haben Sie Einfluss?

    Sie haben Einfluss, wenn Sie bestimmte Praktiken von (indirekten) Geschäftspartnern ändern können. Dies ist der Fall, wenn:

    • Sie mit Ihrem Geschäftspartner sprechen, um sein Verhalten ändern.
    • Die Bedingungen in Ihrem Vertrag mit dem Geschäftspartner Raum lassen für die Aufnahme von CSR-Anforderungen.
    • Ihr Unternehmen einen großen Teil des Umsatzes des Geschäftspartners verantwortlich ist.
    • Der Geschäftspartner empfänglich für Ihre Aussagen in Bezug auf zukünftige Aufträge oder die Unterstützung bei der Durchführung von Schulungen ist.
    • sich die Zusammenarbeit mit Ihnen positiv auf den Ruf des Geschäftspartners auswirkt, wohingegen der Abbruch der Beziehung mit Ihnen möglicherweise seinen Ruf schädigen könnte.
    • Sie in der Lage sind, die Finanz- und Geschäftspolitik des Geschäftspartners mitzubestimmen.
    • Sie mit anderen Beteiligten in der Lieferkette zusammenarbeiten, um Druck auf den Geschäftspartner auszuüben (zum Beispiel durch eine Lieferketteninitiative).
    • Sie mit der Regierung zusammenarbeiten, um CSR-bezogene Regeln und Vorschriften zu implementieren; oder um die Einhaltung des bestehenden Rechtsrahmens zu gewährleisten.
  4. Können Sie die Aktivitäten Ihres direkten Geschäftspartners beeinflussen?

    Wann haben Sie Einfluss?

    Sie haben Einfluss, wenn Sie bestimmte Praktiken von (indirekten) Geschäftspartnern ändern können. Dies ist der Fall, wenn:

    • Sie mit Ihrem Geschäftspartner sprechen, um sein Verhalten ändern.
    • Die Bedingungen in Ihrem Vertrag mit dem Geschäftspartner Raum für die Aufnahme von CSR-Anforderungen lassen.
    • Ihr Unternehmen einen großen Teil des Umsatzes des Geschäftspartners verantwortlich ist.
    • Der Geschäftspartner empfänglich für Ihre Aussagen in Bezug auf zukünftige Aufträge oder die Unterstützung bei der Durchführung von Schulungen ist.
    • Sich die Zusammenarbeit mit Ihnen positiv auf den Ruf des Geschäftspartners auswirkt, wohin gehend der Abbruch der Beziehung mit Ihnen möglicherweise seinen Ruf schädigen könnte.
    • Sie in der Lage sind, die Finanz- und Geschäftspolitik des Geschäftspartners mitzubestimmen.
    • Sie mit anderen Beteiligten in der Lieferkette zusammenarbeiten, um Druck auf den Geschäftspartner auszuüben (zum Beispiel durch eine Lieferketteninitiative).
    • Sie mit der Regierung zusammenarbeiten, um CSR-bezogene Regeln und Vorschriften zu implementieren; oder um die Einhaltung des bestehenden Rechtsrahmens zu gewährleisten.
  5. Sie haben wahrscheinlich mehr Einfluss als Sie denken

    Besprechen und diskutieren Sie das Risiko und mögliche Lösungen mit Ihrem Geschäftspartner

    Wie beeinflussen Sie Ihren Geschäftspartner?

    Führen Sie Gespräche mit dem Geschäftspartner, bei dem das Risiko auftritt. Präsentieren Sie Ihrem direkten Geschäftspartner die Risiken und möglichen Lösungen und sehen Sie, ob Sie gemeinsam eine Lösung erreichen können, die letztendlich das Verhalten der Beteiligten in Ihrer Lieferkette verändern würde. Der CSR Risiko-Check bietet nützliche Tipps für gezielte Maßnahmen Sie können diese Tipps in Ihren Gesprächen mit Ihrem Geschäftspartner verwenden.
    Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie mehr Druck ausüben müssen, um das Risiko anzugehen, möchten Sie vielleicht:

    • besondere Bedingungen in Bezug auf CSR in Ihrem Vertrag mit dem Geschäftspartner aufnehmen. Stellen Sie sicher, dass Sie auch Vereinbarungen zu Konsequenzen vorsehen falls Ihr Geschäftspartner die Anforderungen nicht erfüllt.
    • Beurteilen, ob der Geschäftspartner für zukünftige Aufträge oder Unterstützung bei der Durchführung von Schulungen empfänglich ist.
    • Beurteilen, ob Ihr Unternehmen einen großen Teil des Umsatzes des Geschäftspartners ausmacht und dies als Argument für Veränderungen nutzen.
    • Beurteilen, ob die Reputation des Geschäftspartners von der Zusammenarbeit mit Ihnen profitiert und ob sie geschädigt wäre, wenn Sie die Beziehung beenden würden.
  6. Diskutieren Sie das Risiko und mögliche Lösungen mit Ihrem Geschäftspartner

    Welche Lösungen präsentieren Sie Ihrem Geschäftspartner?

    Der CSR Risiko-Check bietet nützliche Tipps für gezielte Maßnahmen pro Risiko. Die Art des Risikos bestimmt, welche Maßnahmen relevant sind. Jetzt, wo es klar ist, dass Sie Einfluss auf den Lieferanten haben, in der das Risiko auftritt, können Sie mögliche Maßnahmen entwickeln und damit beginnen, mit dem Geschäftspartner zu arbeiten.

    Beispiel: Im Falle von Korruption könnten gezielte Maßnahmen die Führung eine Liste mit fragwürdigen Zahlungen oder die Erstellung einer Antikorruptionsrichtlinie sei. Sie können von Ihrem Geschäftspartner verlangen, dass er eine solche Liste führt oder eine solche Richtlinie erstellt.

  7. Führen Sie die folgenden Aktionen aus:

    Schritt 1. Steigern Sie Ihren Einfluss auf Ihren direkten Geschäftspartner

    Schritt 2. Präsentieren Sie Ihrem Geschäftspartner das Risiko und mögliche Wege, daran zu arbeiten

    Wie steigern Sie Ihren Einfluss?

    Sie können Ihren Einfluss erhöhen, indem Sie:

    • Gespräche mit dem Geschäftspartner in Ihrer Lieferkette führen
    • Schulungen für den Geschäftspartner anbieten
    • Einer bestehenden Lieferketteninitiative beitreten
    • Mit anderen Parteien in der Lieferkette (wie der lokalen Gesellschaft, Regierungen und anderen Kunden des Geschäftspartners) zusammenarbeiten und direkten Druck auf den Lieferanten ausüben.
    • Auf regionaler und sektoraler Ebene in Zusammenarbeit mit anderen Partnern/Beteiligten Veränderungen realisieren.

    Welche Lösungen präsentieren Sie Ihrem Geschäftspartner?

    • Der CSR Risiko-Check bietet nützliche Tipps für gezielte Maßnahmen pro Risiko. Die Art des Risikos bestimmt, welche Maßnahmen relevant sind. Jetzt, wo es klar ist, dass Sie Einfluss auf den Lieferanten haben, in der das Risiko auftritt, können Sie mögliche Maßnahmen entwickeln und damit beginnen, mit dem Lieferanten zu arbeiten.
      Beispiel: Im Falle von Korruption könnten gezielte Maßnahmen die Führung eine Liste mit fragwürdigen Zahlungen oder die Erstellung einer Antikorruptionsrichtlinie sei. Sie können von Ihrem Geschäftspartner verlangen, dass er eine solche Liste führt oder eine solche Richtlinie erstellt.
  8. Können Sie mit einem alternativen Produkt arbeiten, das keine (oder weniger signifikanten) Risiken beinhaltet?

    Welche Art von alternativen Produkten sollte ich in Betracht ziehen?

    Im Falle von ernsthaften Risiken und keiner alternativen Möglichkeit, diese Risiken zu beseitigen, können Sie Ihren Handel mit dieser Art von Produkt stoppen. Sie können möglicherweise ein Risiko vermeiden, indem Sie mit einem alternativen Produkt arbeiten. Zum Beispiel durch Wechseln zu:

    • Einem anderen Rohmaterial
    • Einem anderen Herkunftsland / -gebiet
    • Einem anderen Lieferanten
    • Einem anderen Produkt

    Wenn Sie nach einem alternativen Produkt suchen, stellen Sie bitte sicher, dass die potenziellen Risiken bei diesem Produkt geringer sind als beim ursprünglichen Produkt. Verwenden Sie den CSR Risiko-Check, um Einblick in die mit dem alternativen Produkt verbundenen Risiken zu erhalten.

  9. Haben Sie alles in Ihrer Macht Stehende getan, um das Risiko anzugehen?

    Dann gehen Sie die nächsten Schritte, um mit einem alternativen Produkt zu arbeiten.

    Warum würden Sie zu einem alternativen Produkt wechseln?

    Sie haben ein Risiko identifiziert, das nicht direkt angegangen, aber vermieden werden kann. Wir empfehlen Ihnen, Möglichkeiten zu prüfen, wie z. B. auf ein anderes Produkt, einen anderen Rohstoff oder ein anderes Herkunftsland / -gebiet umzusteigen oder Ihren Handel mit dem betreffenden Produkt zu stoppen.
    Dies könnte bedeuten, dass Sie sich auf die Suche nach einem anderen Geschäftspartner machen müssen. Bevor Sie dies tun, geben Sie Ihrem Geschäftspartner eine Chance, sich zu verbessern und ihm zu helfen, wenn dies für notwendig erachtet wird. Die abrupte Beendigung einer Beziehung ist normalerweise keine Lösung oder wünschenswert, da das Problem dann auf einen anderen Käufer verlagert wird. Darüber hinaus kann die Lieferkontinuität insbesondere bei kritischen (strategischen) Geschäftspartnern gefährdet sein, und die Mängel des ursprünglichen Lieferanten hinsichtlich der Nachhaltigkeit bleiben unverändert. Berücksichtigen Sie, dass Geschäftspartner eher Ihren Anforderungen entsprechen, wenn Sie faire Geschäftsbedingungen und Preise anwenden und wenn Sie versuchen, eine angenehme Arbeitsbeziehung aufrechtzuerhalten.

  10. Haben Sie alles in Ihrer Macht Stehende getan, um das Risiko anzugehen?

    Können Sie keine weiteren Maßnahmen einleiten?

    Unhaltbare Arbeitsbedingungen und Umweltprobleme bei Ihren ausländischen Geschäftspartnern beeinflussen letztendlich auch die Nachhaltigkeit Ihres Unternehmens. Seien Sie darauf vorbereitet , Ihre Maßnahmen zu erklären.

  11. Wird das Risiko von dem Geschäftspartner in Ihrer Lieferkette angegangen?

    Wie beurteilen Sie, ob das Risiko angegangen wird?

    Sie können den Geschäftspartner bitten, nachzuweisen, dass:

    • Relevante Managementsysteme implementiert wurden.
    • Überprüfungen, bei denen das Risiko bewertet wurde, stattgefunden haben.
    • der Geschäftspartner zu diesem Thema auch von anderen Kunden überprüft wird.
    • der Geschäftspartner oder seine Produkte entsprechende Zertifikate oder Gütezeichen tragen.
    • Sich der Geschäftspartner an einer relevanten Lieferketteninitiative beteiligt.
  12. Können Sie den Geschäftspartner bei dem das Risiko auftritt beeinflussen?

    Wann haben Sie Einfluss?

    Sie haben Einfluss, wenn Sie bestimmte Praktiken von (indirekten) Geschäftspartnern ändern können. Dies ist der Fall, wenn:

    • Sie mit Ihrem Geschäftspartner sprechen, um sein Verhalten ändern.
    • Die Bedingungen in Ihrem Vertrag mit dem Geschäftspartner Raum für die Aufnahme von CSR-Anforderungen lassen.
    • Ihr Unternehmen einen großen Teil des Umsatzes des Geschäftspartners verantwortlich ist
    • Der Geschäftspartner empfänglich für Ihre Aussagen in Bezug auf zukünftige Aufträge oder die Unterstützung bei der Durchführung von Schulungen ist.
    • sich die Zusammenarbeit mit Ihnen positiv auf den Ruf des Geschäftspartners auswirkt, wohin gehend der Abbruch der Beziehung mit Ihnen möglicherweise seinen Ruf schädigen könnte.
    • Sie in der Lage sind, die Finanz- und Geschäftspolitik des Geschäftspartners mitzubestimmen.
    • Sie mit anderen Beteiligten in der Lieferkette zusammenarbeiten, um Druck auf den Geschäftspartner auszuüben (zum Beispiel durch eine Lieferketteninitiative).
    • Sie mit der Regierung zusammenarbeiten, um CSR-bezogene Regeln und Vorschriften zu implementieren; oder um die Einhaltung des bestehenden Rechtsrahmens zu gewährleisten.
  13. Sie haben wahrscheinlich mehr Einfluss als Sie denken

    Besprechen und diskutieren Sie das Risiko und mögliche Lösungen mit Ihrem (indirekten) Lieferanten.

    Wie beeinflussen Sie den Geschäftspartner in Ihrer Lieferkette?

    Führen Sie Gespräche mit dem Geschäftspartner, bei dem das Risiko auftritt. Besprechen Sie das Risiko und evaluieren Sie, ob Sie gemeinsam eine Lösung erreichen können. Der CSR Risiko-Check bietet nützliche Empfehlungen für zielgerichtete Aktionen. Präsentieren Sie diese Empfehlungen dem Geschäftspartner.

    Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie mehr Druck ausüben müssen, um das Risiko anzugehen, möchten Sie vielleicht:

    • Beurteilen, ob der Geschäftspartner empfänglich für zukünftige Aufträge oder die Unterstützung bei der Durchführung von Schulungen ist.
    • (Falls Ihr Unternehmen einen großen Teil des Umsatzes des Geschäftspartner ausmacht), dies als Argument für Veränderungen verwenden.
    • Beurteilen, ob die Reputation des Geschäftspartners von der Zusammenarbeit mit Ihnen profitiert und ob sie beschädigt wäre, wenn Sie die Beziehung beenden würden.
  14. Diskutieren Sie das Risiko und mögliche Lösungen mit den Beteiligten in Ihrer Lieferkette

    Welche Lösungen präsentieren Sie Ihrem Geschäftspartner in Ihrer Lieferkette?

    Der CSR Risiko-Check bietet nützliche Tipps für gezielte Maßnahmen pro Risiko. Die Art des Risikos bestimmt, welche Maßnahmen relevant sind. Jetzt, wo es klar ist, dass Sie Einfluss auf Ihren Geschäftspartner haben, in der das Risiko auftritt, können Sie Maßnahmen entwickeln und damit beginnen, mit Ihrem Geschäftspartner zu arbeiten.
    Beispiel: Im Falle von Korruption könnten gezielte Maßnahmen die Führung eine Liste mit fragwürdigen Zahlungen oder die Erstellung einer Antikorruptionsrichtlinie sei. Sie können von Ihrem Lieferanten verlangen, dass er eine solche Liste führt oder eine solche Richtlinie erstellt.

  15. Können Sie die Handlungen Ihres direkten Handelspartners beeinflussen?

    Wann haben Sie Einfluss?

    Sie haben Einfluss, wenn Sie bestimmte Praktiken von (indirekten) Geschäftspartnern ändern können. Dies ist der Fall, wenn:

    • Sie mit Ihrem Geschäftspartner sprechen, und dabei sein Verhalten ändern.
    • Die Bedingungen in Ihrem Vertrag mit dem Geschäftspartner Raum für die Aufnahme von CSR-Anforderungen lassen.
    • Ihr Unternehmen einen großen Teil des Umsatzes des Geschäftspartners verantwortlich ist.
    • Der Geschäftspartner empfänglich für Ihre Aussagen in Bezug auf zukünftige Aufträge oder die Unterstützung bei der Durchführung von Schulungen ist.
    • sich die Zusammenarbeit mit Ihnen positiv auf den Ruf des Geschäftspartners auswirkt, wohingegen der Abbruch der Beziehung mit Ihnen möglicherweise seinen Ruf schädigen könnte.
    • Sie in der Lage sind, die Finanz- und Geschäftspolitik des Geschäftspartners mitzubestimmen.
    • Sie mit anderen Beteiligten in der Lieferkette zusammenarbeiten, um Druck auf den Geschäftspartner auszuüben (zum Beispiel durch eine Lieferketteninitiative).
    • Sie mit der Regierung zusammenarbeiten, um CSR-bezogene Regeln und Vorschriften zu implementieren; oder um die Einhaltung des bestehenden Rechtsrahmens zu gewährleisten.
  16. Sie haben wahrscheinlich mehr Einfluss als Sie denken

    Besprechen und diskutieren Sie das Risiko und mögliche Lösungen mit Ihrem Geschäftspartner.

    Wie beeinflussen Sie Ihren Geschäftspartner?

    Führen Sie Gespräche mit dem Geschäftspartner, bei dem das Risiko auftritt. Präsentieren Sie Ihrem direkten Geschäftspartner die Risiken und möglichen Lösungen und sehen Sie, ob Sie gemeinsam eine Lösung erreichen können, die letztendlich das Verhalten der Beteiligten in Ihrer Lieferkette verändern würde. Der CSR Risiko-Check bietet nützliche Tipps für gezielte Maßnahmen Sie können diese Tipps in Ihren Gesprächen mit Ihrem Geschäftspartner verwenden.
    Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie mehr Druck ausüben müssen, um das Risiko anzugehen, möchten Sie vielleicht:

    • besondere Bedingungen in Bezug auf CSR in Ihrem Vertrag mit dem Geschäftspartner aufnehmen. Stellen Sie sicher, dass Sie auch Vereinbarungen zu Konsequenzen vorsehen falls Ihr Geschäftspartner die Anforderungen nicht erfüllt.
    • Beurteilen, ob der Geschäftspartner für zukünftige Aufträge oder Unterstützung bei der Durchführung von Schulungen empfänglich ist.
    • Beurteilen, ob Ihr Unternehmen einen großen Teil des Umsatzes des Geschäftspartners ausmacht und dies als Argument für Veränderungen nutzen.
    • Beurteilen, ob die Reputation des Geschäftspartners von der Zusammenarbeit mit Ihnen profitiert und ob sie geschädigt wäre, wenn Sie die Beziehung beenden würden.
  17. Präsentieren Sie Ihrem direkten Geschäftspartner das Risiko und mögliche Wege, damit umzugehen

    Diskutieren Sie, ob Sie das Risiko gemeinsam angehen können

    Input, um die Diskussion mit Ihrem Geschäftspartner zu führen

    Sie sind sich eines relevanten CSR-Risikos in Ihrer Lieferkette bewusst. Sie könnten Ihren Geschäftspartner über dieses Risiko informieren und gemeinsam beurteilen, auf welcher Ebene die Lieferkette, in der Sie beide aktiv sind, betroffen ist. Sie können Ihrem Geschäftspartner Beispiele von Verhaltenskodizes aufzeigen - schauen Sie sich beispielsweise die Verhaltenskodizes von Philips, AkzoNobel und IKEA als Anregung an - sowie die relevanten Lieferketteninitiativen. Sie könnten zusammen mit Ihrem Geschäftspartner Fragebögen erstellen oder Besuche bei dem risikobehafteten Lieferanten arrangieren. Die Schaffung eines Bewusstseins für CSR-Risiken und die Möglichkeiten, diese anzugehen, könnte zu einem Domino-Effekt in der gesamten Lieferkette führen.
    Falls Ihr Geschäftspartner (im Gegensatz zu Ihnen selbst) in der Lage ist, den problematischen Lieferanten direkt zu beeinflussen, können Sie Ihrem Geschäftspartner konkrete Änderungsempfehlungen geben, die der Lieferant umsetzen könnte. Informationen zu praktischen Tipps und konkreten Maßnahmen finden Sie im CSR-Risiko-Check.

  18. Führen Sie die folgenden Aktionen aus:

    Schritt 1. Steigern Sie Ihren Einfluss auf den Lieferanten in Ihrer Lieferkette, in der das Risiko auftritt

    Schritt 2. Präsentieren Sie dem Unternehmen in Ihrer Lieferkette das Risiko und mögliche Wege, damit umzugehen

    Wie steigern Sie Ihren Einfluss?

    Sie können Ihren Einfluss erhöhen, indem Sie:

    • Gespräche mit dem Geschäftspartner in Ihrer Lieferkette führen
    • Schulungen für den Geschäftspartner anbieten
    • Einer bestehenden Lieferketteninitiative
    • beitreten
    • Mit anderen Parteien in der Kette (wie der lokalen Gesellschaft, Regierungen und anderen Kunden des Geschäftspartners) zusammenarbeiten und direkten Druck auf den Lieferanten ausüben.
    • Auf regionaler und sektoraler Ebene in Zusammenarbeit mit anderen Partnern/Beteiligten Veränderungen realisieren.

    Welche Lösungen präsentieren Sie?

    Der CSR Risiko-Check bietet nützliche Tipps für gezielte Maßnahmen pro Risiko. Die Art des Risikos bestimmt, welche Maßnahmen relevant sind. Unter der Annahme, dass Sie Einfluss auf die Organisation haben, in der das Risiko auftritt, können Sie potenzielle Maßnahmen festlegen und mit der Organisation daran arbeiten.
    Beispiel: Im Falle von Korruption könnten gezielte Maßnahmen die Führung eine Liste mit fragwürdigen Zahlungen oder die Erstellung einer Antikorruptionsrichtlinie sei. Sie können von Ihrem Lieferanten verlangen, dass er eine solche Liste führt oder eine solche Richtlinie erstellt.

  19. Können Sie mit einem alternativen Produkt arbeiten, das keine (oder weniger signifikanten) Risiken beinhaltet?

    Welche Art von alternativen Produkten sollte ich in Betracht ziehen?

    Im Falle von ernsthaften Risiken und keiner alternativen Möglichkeit, diese Risiken zu beseitigen, können Sie Ihren Handel mit dieser Art von Produkt stoppen. Sie können möglicherweise ein Risiko vermeiden, indem Sie mit einem alternativen Produkt arbeiten. Zum Beispiel durch Wechseln zu:

    • Einem anderen Rohmaterial
    • Einem anderen Herkunftsland / -gebiet
    • Einem anderen Lieferanten
    • Einem anderen Produkt

    Wenn Sie nach einem alternativen Produkt suchen, stellen Sie bitte sicher, dass die potenziellen Risiken bei diesem Produkt geringer sind als beim ursprünglichen Produkt. Verwenden Sie den CSR Risiko-Check, um Einblick in die mit dem alternativen Produkt verbundenen Risiken zu erhalten.

  20. Haben Sie alles in Ihrer Macht Stehende getan, um das Risiko anzugehen?

    Dann gehen Sie die nächsten Schritte, um mit einem alternativen Produkt zu arbeiten

    Warum würden Sie zu einem alternativen Produkt wechseln?

    Sie haben ein Risiko identifiziert, das nicht direkt bearbeitet aber vermieden werden kann. Wir empfehlen Ihnen, Möglichkeiten zu prüfen, wie z. B. auf ein anderes Produkt, einen anderen Rohstoff oder ein anderes Herkunftsland / -gebiet umzusteigen oder Ihren Handel mit dem betreffenden Produkt zu stoppen.
    Dies könnte bedeuten, dass Sie sich auf die Suche nach einem anderen Geschäftspartner machen müssen. Bevor Sie dies tun, geben Sie Ihrem Geschäftspartner eine Chance, sich zu verbessern und helfen Sie ihm, wenn dies für notwendig erachtet wird. Die abrupte Beendigung einer Geschäftsbeziehung ist normalerweise keine Lösung oder wünschenswert, da das Problem dann auf einen anderen Käufer verlagert wird. Darüber hinaus kann die Lieferkontinuität insbesondere bei kritischen (strategischen) Geschäftspartnern gefährdet sein, während die Mängel des ursprünglichen Lieferanten hinsichtlich der Nachhaltigkeit unverändert bleiben. Berücksichtigen Sie, dass Geschäftspartner eher Ihren Anforderungen entsprechen, wenn Sie faire Geschäftsbedingungen und Preise anwenden und wenn Sie versuchen, eine angenehme Arbeitsbeziehung aufrechtzuerhalten.

  21. Haben Sie alles in Ihrer Macht Stehende getan, um das Risiko anzugehen?

    Können Sie keine weiteren Maßnahmen einleiten?

    Unhaltbare Arbeitsbedingungen und Umweltprobleme bei Ihren ausländischen Geschäftspartnern beeinflussen letztendlich auch die Nachhaltigkeit Ihres Unternehmens. Seien Sie darauf vorbereitet, Ihre Maßnahmen zu erklären.

  22. Prüfen Sie regelmäßig bei Ihren Geschäftspartnern ob das Risiko adressiert wird

    Hat Ihr Geschäftspartner tatsächlich gehandelt?

    Beachten Sie, dass die Reduzierung von Risiken ein fortlaufender Prozess ist

  23. Überprüfen Sie regelmäßig, ob das (identifizierte) Risiko weiterhin addressiert wird

    Beachten Sie, dass die Reduzierung von Risiken ein fortlaufender Prozess ist

  24. Vielen Dank

    Sie haben nun eine Einschätzung zu Ihren Einfluss auf Ihren (indirekten) Lieferanten.

    Sie möchten sich weiter mit der Gestaltung von verantwortlichen Lieferketten auseinander setzen? UPJ und econsense bieten zu diesem Thema bundesweit Praxistage  an.

    Rund um Fragen zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte wenden Sie sich gern an den NAP Helpdesk (+49 30 726256-80 | helpdesk@wirtschaft-entwicklung.de)

    Haben Sie weitere Fragen oder Anmerkungen zum CSR Risiko-Check? Bitte kontaktieren Sie uns unter: kontakt@csr-risiko-check.de

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